Wissenswertes

Die Ursprünge der Tatort-Daktyloskopie

Man mag es kaum glauben, aber bereits 1858 versuchte der englische Chief Officer William J. Herschel in Indien, die Fingerabdrücke für polizeiliche Zwecke zu nutzen, zunächst nur, um einen Schwindel bei der Auszahlung von Pensionsgeldern zu erschweren oder zu verhüten. Jeder pensionsberechtige Inder wurde damals „daktyloskopiert“ und sein Abdruck amtlich registriert. Bei jeder Auszahlung musste der Geldempfänger mittels Fingerabdruck seine Identität unter Beweis stellen. Im Laufe der Jahre sammelte Henschel Tausende von Fingerabdrücken. Er nahm auch seine eigenen Abdrücke und kontrollierte sie 28 Jahre später. So erbrachte er den wissenschaftlichen Nachweis, dass die Papillarleistenbilder im Laufe eines Menschenlebens unverändert bleiben.
Quelle: Bundeskriminalamt

Ladendiebstähle und kriminelle Mitarbeiter kosten Milliarden

Dessous, Zigaretten, Parfüms und CDs: Ladendiebe klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Schaden für den deutschen Einzelhandel ist enorm. Im Jahr 2010 summierte er sich auf sage und schreibe 1,9 Milliarden Euro. Nimmt man dann noch Inventurverluste dazu, die durch unehrliche Mitarbeiter, Lieferanten oder Reinigungskräfte zu verantworten sind, summiert sich der Schaden nach einer Studie des Handelsforschungs-Institutes (Köln) auf 3,7 Milliarden Euro. Besonders schlimm – so die Studie – ist die Kriminalität im Lebensmittelhandel. Rechnerisch passiert jeder 200. Einkaufswagen die Kasse des Supermarktes mit Diebesgut, wobei der durchschnittliche Wert der gestohlenen Ware pro Fall bei 65 Euro liegt.

Nach Angaben des Handelsverbandes gibt es drei verschiedene Typen von Ladendieben: Gelegenheitstäter, Drogenabhängige und organisierte Banden. Letztere machen den Verantwortlichen die größte Sorge, denn sie haben sich auf hochwertige Waren wie Schmuck, Lederjacken oder Parfüm spezialisiert, die sie auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufen. Als Rezept gegen diese Diebstähle nennt der Verband: Kameras und Detektive, aber auch Prävention und Schulungen. Allein für Videotechnik und Warensicherungssysteme gibt der deutsche Einzelhandel jährlich 1,2 Milliarden Euro aus. Durch diese Maßnahmen ist es gelungen, die Diebstähle im vergangenen Jahr um fünf Prozent zu reduzieren. Es scheint sich also zu lohnen, in die Überwachung und die Technik zu investieren.
Quelle: Spiegel Online